Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

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Bewertung der Gangvariabilität auf der Grundlage unterschiedlicher Abtastraten

Im Gegensatz zu kamerabasierten Analysesystemen ermöglichen Inertialsensoren die Registrierung von temporospatialen Gang- und Gangvariabilitätskennwerten mit reduzierten zeitlichen und finanziellen Kosten. Aus diesem Grund eignen sich für den klinischen Einsatz insbesondere inertialsensorbasierte Messverfahren. Inwieweit die Messfrequenz die Gangvariabilitätskennwerte beeinflusst, ist bisher unzureichend gesichert und wird deshalb in der vorliegenden Studie geprüft. Die Gangkinematik von elf gesunden Probanden (8 Männer, 3 Frauen; Alter 28,5 ± 4,6 Jahre) wurde mit einem auf dem Fußrücken applizierten Inertialsensor (Xbus Kit, Xsens Technologies B.V.) während kontinuierlichem Gehen auf normalem Untergrund registriert. Die Berechnung der Variabilitätskennwerte (Doppelschrittlänge, Zeit für einen Doppelschritt, Ganggeschwindigkeit und Kadenz) erfolgte auf der Basis der Rohdaten (512 Hz) und der heruntergetakteten (Downsampling) Zeitreihen (256 Hz, 128 Hz, 75 Hz) mithilfe eines evaluierten Algorithmus (Hamacher et al., 2014). Zur Bewertung des zufälligen Messfehlers wurden die Rohdaten (512 Hz) als beste Schätzung der Gangvariabilitätskennwerte zugrunde gelegt und der auf den Messwert der Gangvariabilität bezogene relative Messfehler [%] bestimmt.Die Ergebnisse zeigen eine kontinuierliche Reduktion des Messfehlers bei allen Gangvariabilitätskennwerten mit zunehmender Messfrequenz. Bei einer Aufnahmefrequenz von 75 Hz (vs. 512 Hz) liegt der relative Fehler zwischen 6,0 % und 33,3 %, für 128 Hz zwischen 2,9 % und 13,9 % und für 256 Hz zwischen 0,4 % und 2,7 %. Aufgrund eines relativen Messfehlers von <5 %, wird zur Erfassung von Gangvariabilitätskennwerten mittels Inertialsensoren eine Messfrequenz von mindestens 256 Hz empfohlen.

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Projektleiter
Prof. Dr. Lutz Schega
Projektmitarbeiter
Dr. Daniel Hamacher
M.Sc. Dennis Hamacher
Martin Krowicki
Laufzeit
01.01.2013-31.12.2015
Mittelgeber
Fördergeber
Kooperationspartner
 ETH Zürich

Gang2

Publikationen:

 

Letzte Änderung: 13.03.2017 - Ansprechpartner: Dr. Dennis Hamacher
 
 
 
 
Aktuelles
Promotion Alexander Törpel
Am 07.12. hat Alexander Törpel (Dr. phil.) seine Doktorarbeit zum Thema ‚Zum Einsatz der intermittierenden normobaren Hypoxie in Kombination mit einem Kraftausdauertraining zur Gesundheitsförderung‘ erfolgreich verteidigt und seine Promotion mit dem Prädikat summa cum laude abgeschlossen. Gratulation!

Betreuer: Lutz Schega (Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität)

Markerloses Bewegungs-Tracking: Abschlussarbeiten und Studienprojekte
Der 6x6 Meter große multimodale Bewegungsraum bietet vielfältige Anwendungen in diversen präventiven und rehabilitativen Anwendungsfeldern des Sports. Hierbei können sowohl biomechanische und motorisch-bewegungswissenschaftliche als auch verhaltens- und kognitionswissenschaftliche Fragestellungen aufgeklärt werden.
Aktuell sucht der Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität interessierte Studierende, die sich vor einem technischen und/oder bewegungswissenschaftlichen Hintergrund mit unterschiedlichen Fragestellungen rund um den multimodalen Bewegungsraum beschäftigen möchten. 
Weitere Informationen findet Ihr hier.

Alexander Törpel gewinnt den Nachwuchspreis der dvs-Sektion Trainingswissenschaft 2017
Bei der diesjährigen Jahrestagung der dvs-Sektion Trainingswissenschaft in Mainz, die vom 20. bis 22.09.2017 stattfand, hat Alexander Törpel vom Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität den Nachwuchspreis für seine Präsentation zum Thema "Einsatz von intermittierender normobarer Hypoxie zur Gesundheitsförderung" gewonnen.
Die Beiträge der Nachwuchswissenschaftler wurden von einer sechsköpfigen Jury unabhängig voneinander bewertet. Alexander konnte sich gegen 10 Mitbewerber durchsetzen und überzeugte insbesondere durch die theoretische Fundierung und experimentelle Evaluation der mittlerweile 5-jährigen Forschungsarbeit zum Thema Hypoxie in unterschiedlichen Settings und Zielgruppen.
Herzlichen Glückwunsch Alex!!


Studienprojekt wird von Bachelor-Studierenden auf dem ECSS in Essen vorgetragen
Bei dem diesjährigen Kongress des European College of Sport Science (ECSS) vom 5. bis 8. Juli in Essen, war der Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität mit drei Beiträgen vertreten. Einer der Beiträge zum Thema ACUTE EFFECTS OF NORMOBARIC HYPOXIA ON DUAL-TASK GAIT VARIABILITY wurde von Marie Brennicke als Poster vorgestellt. Die Arbeit entstand aus einem Studienprojekt heraus, das u. a. von den Studierenden Marie Brennicke und Tom Behrendt des Bachelor-Studiengangs "Gesundheits- und Rehabilita- tionssport" durchgeführt wurde. Darüber hi- naus haben die Studierenden an einem Artikel zu diesem Thema mitgearbeitet, der zeitnah international publiziert wird. Der Lehrstuhl möchte hiermit die sehr gute Arbeit der Studierenden würdigen.